Wähle danach den Mähertyp: Hand-, Kabel-, Akku- und Benzinmäher passen zu unterschiedlichen Gärten und Mähbedingungen. Ein Mähroboter mäht regelmäßig für dich, muss aber eingerichtet und gepflegt werden.

Miss zuerst die Mähfläche

Miss nur die Rasenbereiche, die du regelmäßig mähst. Beete, Wege und Terrassen gehören nicht dazu. Notiere außerdem, ob der Rasen aus mehreren getrennten Flächen besteht und wie viele Bäume, Beete oder schmale Durchgänge im Weg liegen. Bäume, Beete und schmale Durchgänge erschweren die Kabelführung und machen breite Mäher schwerer zu manövrieren.

Prüfe auch, ob dein Rasen am Hang liegt oder Bodenwellen hat. Berücksichtige außerdem den Graszustand. Auf einer Steigung zählt, wie leicht sich der Mäher schieben lässt und ob ein Radantrieb nötig ist. Wenn du selten mähst oder das Gras regelmäßig hoch steht, sollte das Gerät mit solchen Bedingungen zurechtkommen. Verlass dich dafür auf die Angaben zum konkreten Modell: Eine allgemeingültige Flächengrenze gibt es nicht.

Denk auch an Lagerung und Transport. Wenn du den Mäher durch eine schmale Tür oder über Treppen tragen musst, achte auf sein Gewicht, die Maße und einen klappbaren Holm.

Vergleiche die Antriebsarten

Mähertyp Passt besonders, wenn … Das solltest du bedenken
Hand-Spindelmäher du eine kleine Fläche regelmäßig mähst und ein niedriger Schnitt gewünscht ist Bei hohem Gras oder seltenem Mähen wird das Schieben anstrengender. Stiftung Warentest nennt Flächen bis etwa 100 m² als grobe Orientierung.
Kabelmäher ein Stromanschluss erreichbar ist und wenige Hindernisse im Garten stehen Du musst das Kabel beim Mähen mitführen. Bäume und getrennte Rasenflächen erschweren die Kabelführung.
Akkumäher du frei durch den Garten gehen möchtest und die Akkuleistung zur Fläche passt Vergleiche Ladezeit, Preis und Verfügbarkeit eines Ersatzakkus. Die von Stiftung Warentest geprüften Geräte schafften etwa 200 bis 600 m² pro Ladung. Diese Werte gelten nicht automatisch für jedes Modell.
Benzinmäher kein Stromanschluss vorhanden ist und eine größere Fläche gemäht werden muss Motorwartung, Kraftstoff, Abgase und Lärm gehören zum Betrieb. Der letzte von Stiftung Warentest angeführte Benzinmäher-Test stammt aus dem Jahr 2013 und ist daher keine aktuelle Bewertung heutiger Modelle.
Mähroboter du regelmäßig automatisch mähen lassen möchtest Einrichtung, Reinigung, Messerwechsel und Einwinterung bleiben deine Aufgabe. Sicherheits- und Tierschutzfragen gehören ebenfalls zur Auswahl.

Als grobe Orientierung nennt Stiftung Warentest für getestete Kabel- und Akkumäher unterschiedliche Schnittbreiten. Die Geräte in diesem Vergleich waren für Flächen bis 600 m² beschrieben und hatten keinen Radantrieb. Diese Angaben beziehen sich auf die geprüften Modelle, nicht auf eine feste Regel für alle Gärten.

Ein Kabelmäher ist häufig die günstigere Wahl, wenn Steckdose und Gartenzuschnitt passen. Ein Akkumäher bietet mehr Bewegungsfreiheit, kostet aber mehr und verlangt Ladeplanung. Bei einem Benzinmäher lohnt sich der Blick auf Wartungsaufwand und laufende Kosten. Für aktuelle Modelle solltest du unabhängige Testergebnisse und die Herstellerangaben zum jeweiligen Gerät vergleichen.

Lies das Datenblatt richtig

Eine größere Schnittbreite bedeutet weniger Bahnen auf offenen Flächen. In einem verwinkelten Garten kann ein breites Gerät dagegen schlechter um Beete und durch enge Stellen kommen. Wähle die Schnittbreite deshalb nach dem Gartenzuschnitt und nicht allein nach der Quadratmeterzahl.

Wie viel Fläche ein Akkumäher mit einer Ladung schafft, hängt unter anderem von der Höhe und Feuchtigkeit des Grases ab. Hindernisse und dein Arbeitstempo beeinflussen die Reichweite ebenfalls. Auch das Mähverfahren spielt eine Rolle. Herstellerangaben sind daher nur unter den jeweils genannten Bedingungen aussagekräftig. Prüfe, ob der Akku im Lieferumfang enthalten ist, wie lange er lädt und ob ein passender Ersatzakku erhältlich ist. Wenn du bereits Gartengeräte eines Akkusystems besitzt, kann die Kompatibilität die Kaufentscheidung beeinflussen.

Der Fangkorb sammelt das Schnittgut. Eine Mulchfunktion zerkleinert es und verteilt es auf dem Rasen. Ob Mulchen für dich passt, hängt vom Rasen, dem Zustand des Grases und der Häufigkeit des Mähens ab. Prüfe außerdem, ob sich der Fangkorb leicht abnehmen lässt und ob unabhängige Tests ein gutes Schnittbild bestätigen.

Beachte Lärm und Umwelt

Wenn du einen leiseren Mäher suchst, vergleiche konkrete Geräuschwerte. Schallleistungspegel und Schalldruckpegel bezeichnen unterschiedliche Messgrößen und lassen sich nicht direkt gleichsetzen. Achte zudem auf Ersatzteilversorgung, Reparierbarkeit und Garantiebedingungen, damit ein Defekt nicht automatisch das Ende des Geräts bedeutet.

Der Blaue Engel berücksichtigt bei elektrischen Gartengeräten unter anderem Lärm, Schadstoffe und die Langlebigkeit sowie Austauschbarkeit der Akkus. Das Umweltzeichen gilt für Netz- und Akkugeräte, aber nicht für Benzinmäher. Das Umweltzeichen liefert damit Kriterien für bestimmte Produkte, jedoch keinen vollständigen Vergleich der Umweltbilanz über den gesamten Lebenszyklus aller Antriebsarten.

Mähroboter sicher einsetzen

Mit einem Mähroboter musst du weniger selbst mähen, aber die Arbeit rund um den Rasen bleibt. Du musst das Gerät einrichten, Engstellen prüfen, Messer wechseln und es für den Winter vorbereiten. Berücksichtige außerdem, wie Kinder und Tiere den Garten nutzen.

Stiftung Warentest prüft bei Mährobotern unter anderem Hinderniserkennung und den Schutz vor Igeln. Laut der veröffentlichten Testbeschreibung erkennen viele Geräte die geprüften Fuß-Attrappen nicht rechtzeitig. Der BUND weist darauf hin, dass nachtaktive Igel besonders in der Dämmerung und bei Dunkelheit gefährdet sind. Tagesbetrieb allein schließt Risiken nicht vollständig aus. Prüfe deshalb unabhängige Testergebnisse und informiere dich über Einsatzzeiten sowie mögliche örtliche Einschränkungen, bevor du dich für einen Roboter entscheidest.

Prüfe die erlaubten Mähzeiten

Für Rasenmäher gelten bundesweit in den Wohn- und Schutzgebieten, die § 7 der 32. Bundes-Immissionsschutzverordnung erfasst, grundsätzlich diese Zeiten: An Sonn- und Feiertagen darfst du nicht mähen. Werktags ist der Betrieb zwischen 7 und 20 Uhr erlaubt. Die zusätzlichen werktäglichen Sperrzeiten am Morgen, Mittag und frühen Abend betreffen bestimmte andere Geräte, nicht Rasenmäher. Eine allgemeine Mittagspause für Rasenmäher ergibt sich aus dieser Bundesregel also nicht.

Landesrecht und örtliche Vorschriften können weitergehende Einschränkungen vorsehen. Prüfe daher die Regeln an deinem Wohnort, besonders wenn du einen Mähroboter einsetzen möchtest.