Lege zuerst fest, welche Arbeiten du wo erledigst und welches Werkzeug du dafür brauchst. Suche anschließend im Katalog nach passenden Möbeln und Aufbewahrungslösungen.

Erst den Arbeitsablauf planen

Notiere, welche Arbeiten du regelmäßig erledigst und welche Werkzeuge du dabei verwendest. Wenn die Werkzeuge an einer Werkbank bleiben, brauchst du eine andere Aufbewahrung als für Werkzeug, das du zwischen Garage, Garten und Montageort transportierst. Eine einfache Skizze hilft: Markiere Werkbank, Maschinen, Lagerflächen, Türen und die Wege dazwischen.

Sortiere vor dem Kauf aus, was defekt oder überflüssig ist. Miss anschließend den verfügbaren Platz aus. Berücksichtige geöffnete Schubladen und den Platz, den du zum Bewegen eines Wagens brauchst. Plane auch Raum für lange Werkstücke ein, die du bearbeiten oder durch den Raum bewegen möchtest. So planst du den Standort des Schranks und den Platz, den du bei der Arbeit brauchst.

Das passende Ordnungssystem finden

Eine feste Werkbank mit Schubladen eignet sich, wenn du häufig am selben Platz arbeitest und Handwerkzeug oder Kleinteile direkt griffbereit haben willst. Prüfe die Arbeitshöhe, die Tragfähigkeit und die Innenmaße der Schubladen. Entscheidend ist, ob dein Werkzeug tatsächlich hineinpasst und sich sinnvoll sortieren lässt.

Eine Werkzeugwand macht häufig verwendete Einzelwerkzeuge sichtbar und schnell erreichbar. Plane die Halterungen nach deinem Bestand und lasse genug Abstand, damit sich Werkzeuge bequem herausnehmen lassen. Schränke und Schubladenmodule passen besser für Kleinteile, Ersatzteile oder empfindliche Werkzeuge, die geschützt und getrennt liegen sollen.

Aufbewahrung Passt besonders, wenn … Vor dem Kauf prüfen
Werkbank mit Stauraum du regelmäßig an einem festen Platz arbeitest Arbeitshöhe, Tragfähigkeit und Schubladenmaße
Werkzeugwand häufig genutzte Werkzeuge sichtbar hängen sollen passende Halter und ausreichend Platz
Werkzeugwagen oder Rollwerkbank du Werkzeug zwischen Arbeitsplätzen bewegst Traglast, Rollen, Feststellmöglichkeit und Gangbreite
Schubladen- oder Modulschrank du Kleinteile, Messmittel oder Ersatzteile getrennt lagern willst nutzbare Tiefe, Schubladenhöhe und Belastbarkeit
Koffer, Taschen und Boxen du Werkzeug für bestimmte Aufgaben mitnimmst Transportgewicht und sinnvolle Zusammenstellung
Regal mit Sichtlagerkästen du Verbrauchsmaterial oder Ersatzteile bevorratest Maße und Belastbarkeit passend zum Inhalt

Bei einem mobilen Arbeitsplatz zählt neben dem Stauraum auch der Transport. Ein Wagen muss durch Türen und Gänge passen und sicher stehen, wenn du daran arbeitest. Für wechselnde Einsatzorte sind Koffer oder stapelbare Boxen praktisch, wenn du sie nach konkreten Aufgaben packst.

Platz und Arbeitshöhe prüfen

Lass Verkehrswege und Zugänge zu Maschinen frei. In gewerblichen Arbeitsstätten müssen Verkehrswege nach der Nutzung und der Zahl der Personen bemessen sein; Fluchtwege und Notausgänge müssen frei bleiben. Die Vorschriften zur Arbeitsstätte gelten nicht automatisch für jede private Hobbywerkstatt. Für betriebliche Räume solltest du die geltenden Anforderungen prüfen.

Auch für einen Arbeitsplatz gibt es keinen pauschalen Abstand, der zu jeder Werkstatt passt. Ein Beispiel aus den Technischen Regeln für Arbeitsstätten sieht für den Platz zum Bewegen an einem Arbeitsplatz in einer Fertigungsstätte mindestens 1,00 Meter Breite und 1,00 Meter Tiefe vor, und eine Fläche von mindestens 1,50 Quadratmetern. Das ist ein Beispiel für eine bestimmte Arbeitsplatzsituation und kein allgemeiner Mindestabstand zwischen allen Möbeln.

Die richtige Höhe der Werkbank hängt von Tätigkeit und Person ab. Für Arbeiten, bei denen viel Kraft nötig ist, nennt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung eine Werkbankhöhe von 80 bis 110 Zentimetern als Orientierung für eine große Gruppe von Beschäftigten. Für längere Arbeiten, bei denen du genau hinsehen musst, nennt sie eine Werkbankhöhe von 80 bis 140 Zentimetern. Die Werte ersetzen keine individuelle Anpassung. Wenn du unterschiedliche Arbeiten am selben Platz erledigst, kann eine höhenverstellbare Werkbank sinnvoll sein.

Werkstatt passend beleuchten

Grob- und Feinarbeiten brauchen unterschiedliche Beleuchtung. Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten nennen für grobe und mittlere Maschinenarbeit in der Metallbearbeitung 300 Lux, für feine Maschinenarbeit und Schleifen 500 Lux und für Anreißen und Kontrollarbeiten 750 Lux. Lux misst die Beleuchtungsstärke. Diese Werte gelten für die jeweils beschriebenen Tätigkeiten, nicht pauschal für jede Heimwerkstatt.

Plane die Raumbeleuchtung zusammen mit dem Licht direkt am Arbeitsplatz. Bei feinen Arbeiten hilft eine zusätzliche Arbeitsplatzleuchte. Achte darauf, dass sie weder blendet noch störende Schatten auf Werkstück und Werkzeug wirft.

Werkzeuge sicher und griffbereit ordnen

Ordne Werkzeuge nach ihrem Einsatzort und ihrer Aufgabe. Wenn du häufig genutzte Werkzeuge nach der Arbeit immer wieder woanders ablegst, passt die Zuordnung wahrscheinlich nicht zu deinem Ablauf. Ändere die Plätze dann so, dass du die Werkzeuge dort verstauen kannst, wo du sie tatsächlich verwendest.

Sorge außerdem dafür, dass Wege und Arbeitsflächen frei bleiben. In Holzwerkstätten empfiehlt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Holzstaub abzusaugen statt zusammenzufegen und geeignete Sammelbehälter für Abschnitte und Abfälle bereitzustellen. Diese Empfehlung bezieht sich auf das Tischler- und Schreinerhandwerk; andere Werkstattarten brauchen passende Lösungen für ihren jeweiligen Staub und Abfall.

Werkstattmöbel vor dem Kauf prüfen

Geh vor der Auswahl diese Punkte durch:

  • Welche Arbeiten erledigst du regelmäßig?
  • Bleibt dein Werkzeug am Arbeitsplatz oder nimmst du es mit?
  • Passen Möbel und Wege auch bei geöffneten Schubladen in den Raum?
  • Entsprechen Arbeitshöhe, Tragfähigkeit und Stauraum deinem Werkzeug?
  • Ist das Licht für grobe und feine Arbeiten ausreichend?

Vergleiche im Katalog die Maße und Eigenschaften der passenden Produkte mit deinen Notizen. So wählst du eine Werkbank, einen Wagen oder ein Aufbewahrungssystem, das zu deinem Bedarf passt, statt Möbel mit Stauraum zu kaufen, den du nicht nutzt.