Plane mehrere Lichtzonen: Eine Leuchte schafft Orientierung, weitere Lichtquellen unterstützen dich beim Lesen, Kochen oder Arbeiten. Berücksichtige bei Steckdosen neben den vorhandenen Geräten auch die Möblierung und den absehbaren Bedarf. So findest du passende Produkte, statt dich nur an Wattzahl oder Design zu orientieren.

Licht nach der Aufgabe planen

Eine Deckenleuchte allein deckt selten alle Bedürfnisse eines Raums ab. Im Wohnzimmer brauchst du vielleicht Licht zum Lesen und eine sanfte Beleuchtung für den Abend. In der Küche hilft gezieltes Licht auf der Arbeitsfläche, während die Grundbeleuchtung den Raum gleichmäßig erhellt. Mehrere Lichtquellen schaffen diese unterschiedlichen Lichtzonen.

Die Brancheninitiative licht.de empfiehlt für ein Wohnzimmer mit 20 Quadratmetern mindestens drei, besser fünf Leuchten. Die Empfehlung dient als Orientierung und ist unverbindlich. Entscheidend sind Raumform, Leuchtenposition und Lichtverteilung. Eng strahlende Spots beleuchten einzelne Stellen, ersetzen aber nicht automatisch eine angenehme Grundbeleuchtung. Achte auch darauf, dass Leuchten nicht blenden.

Helligkeit und Lichtfarbe vergleichen

Vergleiche Leuchtmittel anhand ihrer Lumenangabe. Lumen (lm) beschreibt, wie viel Licht eine Lampe abgibt. Watt (W) gibt dagegen an, wie viel elektrische Leistung sie aufnimmt. Rund 700 Lumen entsprechen ungefähr der Helligkeit einer früheren 60-Watt-Glühbirne. Der tatsächliche Eindruck hängt zusätzlich von der Leuchte und ihrer Ausrichtung ab.

Kelvin (K) beschreibt die Lichtfarbe. Niedrigere Werte wirken wärmer, höhere kühler. Für Wohnräume wird häufig warmweißes Licht gewählt. Die passende Wahl hängt auch von Einrichtung, Tageszeit und persönlichem Geschmack ab.

Der Ra- oder CRI-Wert beschreibt, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle aussehen. Ra 80 gilt als gute Basis für Wohnräume. Wenn Farben besonders wichtig sind, etwa beim Kochen oder bei der Kleiderwahl, empfiehlt die Verbraucherzentrale für ausgewählte Bereiche einen Wert über 90. Diese Empfehlungen richten sich nach der Nutzung; einen allgemeingültigen Pflichtwert für jedes Leuchtmittel gibt es nicht.

Stromverbrauch und Lebensdauer von Leuchtmitteln

Das EU-Energielabel für Lichtquellen reicht seit dem 1. September 2021 von A bis G. Es zeigt die Effizienzklasse und wie viel Strom das Leuchtmittel verbraucht. Über den QR-Code gelangst du zu weiteren Modelldaten, zum Beispiel zu Lichtstrom, Farbtemperatur und Sockeltyp. Auch eine LED in einer niedrigeren Effizienzklasse kann sparsam sein. Vergleiche deshalb zugleich, wie viel Licht sie liefert und wie viel Strom sie dafür verbraucht.

Die Stromkosten hängen davon ab, wie lange du die Lampe nutzt und welchen Strompreis du zahlst.

Prüfe auch die angegebene Lebensdauer und die Schaltfestigkeit. Sie gibt an, wie gut ein Leuchtmittel häufiges Ein- und Ausschalten verträgt. Das ist besonders bei Licht wichtig, das oft kurz eingeschaltet wird, etwa im Treppenhaus oder Bad.

LED und Dimmer abstimmen

Eine dimmbare LED funktioniert nicht automatisch mit jedem vorhandenen Dimmer. Es gibt keinen einheitlichen Standard dafür, welche dimmbare LED mit welchem Phasendimmer funktioniert. Prüfe deshalb die Angaben des Herstellers und die Kompatibilitätsliste für den vorhandenen Dimmer.

Beim Austausch von Halogenlampen kann außerdem ein Transformator relevant sein. Verbraucht die neue LED weniger Strom als der Transformator als Mindestlast braucht, flackert das Licht oder bleibt ganz aus. Kontrolliere vor dem Kauf, ob der Sockel passt und die Helligkeit deinen Wünschen entspricht. Prüfe außerdem die Dimmbarkeit und die vorhandene Technik. Wenn du nicht sicher bist, lass die Kombination von einer Elektrofachkraft prüfen.

Steckdosen nach Geräten planen

Überlege, welche Geräte an welchem Platz stehen: zum Beispiel Router und Computer am Arbeitsplatz, Unterhaltungselektronik im Wohnzimmer oder Küchengeräte an der Arbeitsfläche. Berücksichtige auch, ob Möbel Steckdosen verdecken und ob du künftig weitere Geräte anschließen willst. Eine pauschale Steckdosenzahl passt nicht zu jeder Wohnung. Die Empfehlungen zur Ausstattung hängen unter anderem von Raumart, Größe und geplanter Nutzung ab.

Mehrfachsteckdosen können zusätzliche Anschlüsse bieten. Eine passende Elektroplanung bleibt nötig. Betreibe sie nur bis zur angegebenen Maximalleistung und stecke sie nicht ineinander. Der VDE verweist auf die Leistungsgrenze des jeweiligen Produkts. Waschmaschinen, Trockner und andere leistungsstarke Geräte gehören laut VDE an eine eigene Wandsteckdose.

Elektroarbeiten sicher erledigen

Eine Elektrofachkraft sollte Arbeiten an der festen Elektroinstallation übernehmen, etwa das Anschließen oder Versetzen von Steckdosen. Beschädigte Leitungen, lockere Steckdosen oder andere Auffälligkeiten solltest du nicht selbst reparieren, sondern von einer Elektrofachkraft prüfen lassen.

Im Bad gelten besondere Anforderungen für die Platzierung und den Schutz elektrischer Geräte. Die Regeln hängen vom Einbauort ab und wurden in der aktuellen DIN VDE 0100-701 mit Stand Juni 2025 überarbeitet. Ältere Übersichten zu Schutzbereichen können deshalb überholt sein. Lass konkrete Einbauorte und geeignete Schutzarten von einer Elektrofachkraft anhand der aktuellen Regeln beurteilen.

Smart Home passend einsetzen

Funklösungen steuern manche Leuchten und Steckdosen, ohne dass du die feste Elektroinstallation ändern musst. Kabelgebundene Smart-Home-Systeme brauchen dagegen Planung und fachgerechte Installation. Auch bei umfangreicheren Funklösungen empfiehlt die Verbraucherzentrale fachliche Unterstützung. Entscheide nach dem gewünschten Nutzen: Eine einfache Steuerung einzelner Lampen braucht nicht dieselbe Planung wie eine umfassende Vernetzung der Wohnung.