Kläre zuerst die Aufgabe
Überlege vor dem Kauf, was du bearbeiten willst und welches Ergebnis du brauchst. Zum Sägen von Holz brauchst du ein anderes Werkzeug als zum Anziehen einer Schraube. Auch zum Einschlagen eines Nagels ist ein eigenes Werkzeug nötig. Auch das Material zählt: Ein empfindliches Werkstück braucht eine andere Behandlung als ein robustes.
Prüfe auch, wie du die Arbeit ausführst. Muss das Werkstück festgehalten werden, während du Kraft aufwendest? Dann helfen eine Zwinge oder ein Schraubstock, es sicher zu fixieren. So hast du beide Hände frei und musst das Werkstück nicht gleichzeitig festhalten und bearbeiten.
Stimme Form und Größe ab
Die passende Werkzeuggröße verbessert die Kontrolle und schützt Werkstück und Werkzeug. Ein Schraubendreher oder Bit muss genau in das Profil des Schraubenkopfs passen. Sitzt er zu locker oder ist er zu klein, rutscht er leichter ab und beschädigt den Schraubenkopf. Wenn für eine Schraube ein bestimmtes Anzugsdrehmoment vorgeschrieben ist, also eine festgelegte Drehwirkung beim Anziehen, brauchst du ein dafür vorgesehenes Werkzeug, zum Beispiel einen Drehmomentschlüssel.
Auch Hammer und Schlagwerkzeug müssen zur Arbeit passen. Gewicht und Bauform eines Hammers richten sich danach, was du einschlagen oder bearbeiten willst. Für empfindliche Oberflächen eignen sich je nach Aufgabe Köpfe aus weicherem Material. Dazu zählen Gummi, Kunststoff, Holz und weiches Metall. Bei Meißeln und Durchtreibern müssen Größe und Form zum Werkstück passen. Ein zu großer Durchtreiber kann die Oberfläche beschädigen oder das gewünschte Ergebnis verfehlen.
Mit einer Zange kannst du greifen und halten; für eine Schraube oder Mutter brauchst du einen passenden Schraubenschlüssel. Eine Zange als Ersatz dafür einzusetzen, erschwert die Kontrolle und kann Werkzeug und Werkstück beschädigen. Bei empfindlichen Oberflächen helfen Schonbacken, wenn die gewählte Zange dafür ausgelegt ist.
Prüfe Griff und Handhabung
Der Griff sollte sicher in deiner Hand liegen und sich bequem halten lassen. Achte darauf, ob das Werkzeug rutscht oder Druckstellen verursacht. Prüfe auch, ob es sich kopflastig anfühlt. Eine kurze Griffprobe hilft bei der Entscheidung, besonders wenn du längere Zeit damit arbeiten willst. Falls du mit Arbeitshandschuhen arbeitest, prüfe den Griff auch damit.
Bei Griffen, die auf einer Seite anders geformt sind, kommt es darauf an, ob sie für deine bevorzugte Hand geeignet sind. Auch das Gewicht sollte zur Aufgabe passen: Weniger Gewicht entlastet bei vielen Arbeiten, doch bei einem Hammer zählen ebenso Schlagwirkung und Kontrolle. Entscheidend ist daher, ob du das Werkzeug sicher und mit der nötigen Kraft führen kannst.
Achte auf Verarbeitung und Prüfzeichen
Kontrolliere vor dem Kauf, ob Griffe, Gelenke und Verbindungen fest sitzen und sauber verarbeitet sind. Ein Hammerstiel darf nicht locker sein; bei einer Zange sollte das Gelenk gleichmäßig laufen. Für bestimmte Werkzeugarten können Normen Form und Werkstoff festlegen. Ein GS-Zeichen weist auf eine Prüfung der Produktsicherheit hin. Es sagt jedoch nicht, ob das Werkzeug zu deiner Hand oder zur geplanten Aufgabe passt.
Der Preis allein verrät wenig über die Eignung. Für eine Kaufentscheidung zählen der konkrete Verwendungszweck, die Verarbeitung und die Handhabung. Prüfe bei selten genutzten Werkzeugen besonders sorgfältig, ob du sie wirklich brauchst und ob eine andere Ausführung besser zu deiner Arbeit passt.
Kontrolliere das Werkzeug vor Gebrauch
Sieh dir jedes Werkzeug vor der Arbeit an. Achte auf Risse und verbogene Teile. Lockere Verbindungen oder beschädigte Griffe sind ebenfalls ein Warnzeichen, ebenso stumpfe oder ausgebrochene Schneiden. Ein beschädigtes Werkzeug kann abrutschen oder splittern; außerdem kann es das Werkstück schlecht bearbeiten. Sortiere es aus oder lasse es instand setzen, statt den Schaden durch mehr Kraft auszugleichen.
Mit einem passenden, unbeschädigten Werkzeug und sorgfältigem Umgang arbeitest du sicherer.






















