Zange

Kneifen, beißen, fixieren: Die Zange

Jede Zange dient dazu, einen Gegenstand festzuhalten oder ihn zu bearbeiten. Die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten ist dabei immens und so ist sie wesentlich vielseitiger verwendbar als Säge, Meißel oder Gewindeschneider. Das Prinzip der Zangen erweist sich als ebenso einfach wie genial. Das Gelenk, der Zangenkopf und die Griffe sind miteinander verbunden und funktionieren nach dem Hebelprinzip. Je länger die Griffe, desto mehr Kraft überträgt sich auf die Greifbacken.

Nägel ziehen oder Muffen an Abflussrohren wechseln gehört zum Zangen-Betätigungsfeld. Ohne die Verlagerung auf die längeren Hebelarme wäre dies nicht möglich. Wer Arbeitsmaterialien fixieren möchte und quasi eine dritte Hand benötigt, entscheidet sich für den Kauf einer Gripzange. Sie hält das Werkstück fest, indem man mittels Einstellschraube die Greifer auf die richtige Größe justiert.

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Früher verwendete man die Zange hauptsächlich für Schmiedearbeiten, da sie den Plattner als relativ filigrane Verlängerung der menschlichen Hand vor extremer Hitze schützte. Ihre Aufgaben erstrecken sich heute auf sämtliche Handwerksbereiche. Fliesenleger benutzten Papageienzangen, um Kacheln punktgenau zu brechen und einzupassen. Schaffnerzangen entwerten Fahrkarten und Crimpzangen stanzen Kühen Kennschilder in die Ohren. Eine der scheinbar zweckentfremdeten Zangen verwenden Menschen zum Kürzen ihrer Nägel. Der Nagelclip ist ebenfalls zangenartig aufgebaut.

Zange
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Jede Zange dient dazu, einen Gegenstand festzuhalten oder ihn zu bearbeiten.

Des Handwerkers Liebling: Die Zange

Ist ein Abfluss verstopft, kommt man ohne Rohrzange nicht weit. Sie gehört zu den gängigsten Zangenarten und verfügt über eine Länge von 25 bis 70 Zentimetern. Üblicherweise ist sie mit einer Spannweite ab 3,5 Zentimetern erhältlich. Liegt die Maulstellung bei 90 Grad, spricht man von einem Schweden, sind es lediglich 45 Grad handelt es sich um eine Eckrohrzange, also einen sogenannten Halbschweden. Bereits in der Antike kannte man Kneifzangen. Die Greifer beißen sich in Krampen oder anderen widerspenstigen Gegenständen ein und lösen sie aus einem festen Untergrund. Ohne größeren Schaden anzurichten, entfernt man so Werkmaterialien und kann sie gegebenenfalls im Anschluss erneuern.

Ein wahres Multitalent ist die Kombinationszange. Sie vereint zwei Funktionen auf sich und eignet sich zum Beispiel für das Abzwicken von Drähten. Dies geschieht mit einem kleinen, integrierten Seitenschneider. Außerdem verfügt sie an ihrer Spitze über eine verhältnismäßig breite Flachzange, die eine erhöhte Haltekraft garantiert. Man hält mit ihr glatte Gegenstände fest oder fixiert Schrauben und Nägel. Bei aller Vielseitigkeit ersetzt eine Kombizange für den Heizungsbauer nicht die Rohrzange und auch der Elektriker kommt ohne Seitenschneider nicht aus. Wird die zu durchtrennende Kabel-Ader möglichst nahe am Gelenk des Schneiders angesetzt, schafft dieser es sogar bis zu 2,5 Millimeter starke Exemplare zu durchtrennen.

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