Türbeschläge

Beschläge: Schutz und Visitenkarte im Türbereich

Türbeschläge geben Haus-, Wohnungs- und Zimmertüren ihren individuellen Charakter. Zum Türbeschlag gehören eigentlich nicht nur Klinken, sondern auch Türschlösser, Riegel und Bänder. Auch Schieberiegel und Sicherheitsketten sind Türbeschlag. Das umfangreiche Angebot reicht vom antiken Messingknopf über schlichte Bauhaus Design-Beschläge bis zur elektromagnetischen Türsicherung. Auch traditionelle Türklopfer, Zieh- und Drehklingeln sind an der Haus- und Wohnungstür wieder gefragt.

Baumarkt

Der Türbeschlag im engeren Sinn besteht aus der Türdrücker-Garnitur mit Rosette oder Schild und Klinke. Er soll nicht nur funktionell und schön sein, sondern muss zur Tür passen. Innentüren benötigen andere Beschläge wie Außentüren, Flucht- oder Feuerschutztüren. Stark beanspruchte Objekttüren in öffentlichen Bereichen stellen noch ganz andere Anforderungen. Ihre Zargen und Beschläge sind nicht nur manueller Höchstbelastung ausgesetzt, sie müssen auch besonders Nässe- und schallresistent sein. Bei den Garnitur-Ausführungen unterscheidet man zwischen Türbeschlägen mit Rosette, Kurzschild, Langschild oder Schmalrahmen.

Türbeschläge
1/1

Türbeschläge geben Haus-, Wohnungs- und Zimmertüren ihren individuellen Charakter.

Nicht nur die Designs, auch die technischen Ausführungen der Beschläge sind vielfältig. Außer Drückergarnituren und Knaufgarnituren sind im Wohnbereich, aber auch im gewerblichen Umfeld, Ziehgriffe beliebt. Auch Drehknaufe eignen sich für Haus- ebenso wie für Bürotüren. Türbeschläge werden aus satiniertem oder mit Drahtbürste poliertem Edelstahl angeboten, aus Aluminium, Kunststoff, Bronze oder Messing. Auch schmiede- und gusseiserne Türgarnituren, teilweise restaurierte Originale, werden weiterhin eingebaut. Ranken- und Blattornamente zieren die traditionellen Jugendstil-Beschläge. Sie passen zum sanierten Altbau ebenso wie zum mondänen Geschäfts-Ambiente. Für moderne Stahl-, Glas- oder Metalltüren ausgelegt sind dagegen passgenau gefertigte moderne Beschlagsysteme.

Türbeschläge für verschiedene Schlösser und jeden gewünschten Einsatzbereich

Egal ob im geschmeidigen Retro-Look oder in schlichter Design-Optik: Türbeschläge müssen, ebenso wie die Schlösser und Türen selbst, in erster Linie zuverlässig handhabbar und einbruchssicher sein. Moderne Türschutzbeschläge unterliegen deshalb hohen Sicherheitsanforderungen. Holz- und Stahltüren benötigen speziell auf sie zugeschnittene Beschläge. Ihre Palette reicht vom Standard-Türbeschlag in mattem oder gebürstetem Edelstahl über einbruchshemmende Varianten bis hin zum Schutzbeschlag für den Eingangsbereich.

Buntbart-Garnituren gehören meist zu Zimmertür-Schlössern. Sie werden in Kombination mit einem Buntbart-Einsteckschloss beziehungsweise Buntbart-Schlosskasten verwendet. Badezimmertüren sind häufig mit Drehknäufen bedienbar und besitzen auf der Außenseite eine Schlitzscheibe zur Notöffnung mit einer Münze. Stabiler als die Buntbart-Türbeschläge sind die Profilzylinder-Garnituren für Sicherheitszylinder-Schlösser. Wer sie auswählt, sollt unbedingt den passenden Abstand zwischen Schlossnut und Profilzylinder beachten. Sollte dieser unklar sein, kann eine Rosettengarnitur gewählt und im gewünschten Abstand montiert werden. Schnellstift-Verbindungen, die den Vierkantstift der Tür lückenlos einklemmen, erleichtern die Montage der Beschläge.

Schutzbeschläge mit Drehknauf oder Drücker gewährleisten Sicherheit

Wechselgarnituren für den Haustürbereich sind in der Regel mit einem gehärteten Stahlbohranschutz ausgerüstet. Sie sind außen mit einem Knopf und innen mit einem Türgriff ausgestattet. Alternativ kann man die Klinken auch beidseitig setzen. Allerdings handelt es sich bei diesen Türgarnituren nicht um Schutzbeschläge nach der DIN-Norm 18257. Diese klassifiziert Türbeschläge in die Widerstandsklassen ES 0 bis ES 3. Erst ab der Klasse ES 1 gilt ein Beschlag als einbruchshemmend. Wählt man eine Zylinderabdeckung, die die Schrauben des Beschlags verdeckt, so ist das gewaltsame Abdrehen des Profilzylinders und der Zugriff mit Hammer und Brecheisen aber bereits erschwert.

Der DIN-Norm 18257 entsprechen Türbeschläge mit beidseitig gehärteten Stahleinlagen. Diese Schutzbeschläge der Widerstandsklassen ES 1 und ES 2, mit Drücker- oder Wechselgarnituren ausgerüstet, gelten polizeilicherseits bereits als "einbruchshemmender Schutzbeschlag". Solche Sicherheitsbeschläge sind meist auch mit einem Ziehschutz ausgerüstet. Verbraucher, die sich für die Anbringung eines zertifizierten Türbeschlages entscheiden, können sich sicher sein, Qualität einzukaufen. Denn die Produktion der Schutzbeschläge unterliegt regelmäßigen Kontrollen durch die Materialprüfungsämter.

Feuerschutz-, Rauchschutz- und Fluchttüren benötigen besondere Beschläge

In Versammlungsstätten und Betrieben sind Feuerschutz- und Fluchttüren Pflicht. Doch auch Privatleute müssen sich in einigen Bereichen mit sogenannten Feuerschutzabschlüssen ausrüsten, etwa zwischen ihrem Haus und ihrer Garage. DIN 4102 teilt die Brandschutztüren in verschiedene Feuerwiderstandsklassen ein, von feuerhemmend bis hoch feuerbeständig. Solche Türen, die selbstschließend sein müssen, sind mit speziellen Beschlägen auszurüsten. Diese müssen einen Stahlkern besitzen, Hitze- und abschmelzresistent sein. Öffnungen müssen mit selbstschließenden Klappen versehen sein.

Ebenso wie bei Fluchttüren muss das Schloss in Fluchtrichtung entriegelbar sein. Auch die Türdrückerlager und Stifte müssen besonderen Anforderungen genügen. Paniktür-Beschläge verfügen häufig über eine horizontale Stange, die bei Druck die Tür freigibt. Bevor Sie zu Hause oder in ihrem Betrieb Beschläge an Feuer- oder Fluchttüren auswechseln, sollten Sie sich nach der Genehmigungspflicht erkundigen. Solche Änderungen müssen nämlich von der Bauaufsicht abgenommen werden. Immerhin hat jeder, der Paniktüren einbaut, eine hohe Verantwortung bezüglich der Sicherheit seiner Mitmenschen.

Mehr zum Thema