Schweißgerät

Das Schweißgerät: Benutzen was verbindet

Mit einem Schweißgerät lassen sich drei verschiedene Dinge erledigen. Man kann einen Gegenstand aus Metall oder Hartplastik in einzelne Teile zerlegen. Darüber hinaus ist es möglich, Beschichtungen aufzubringen und nicht zuletzt verbindet man Bausteine mittels großer Hitzeeinwirkung stoffschlüssig miteinander. Obwohl es verschiedene Ausführungen und Verfahren des Schweißens gibt, bleibt eines allen Gerätschaften gemein: Sie arbeiten mit einer wie auch immer gearteten Flamme. Um sich vor dieser zu schützen und nicht vom hellen Strahl des Lichtbogens geblendet zu werden, müssen Handwerker einen Schweißschutzhelm im Baumarkt erwerben.

Anders als ein Lötgerät verlangt ein Autogenschweißgerät nach Abdunkelung. Der reine mechanische Schutz der Augen, wie ihn auch einer Poliermaschine nötig macht, reicht nicht aus.

Baumarkt

Wo dünne Bleche miteinander verbunden werden müssen, kommt der Schweißbrenner häufig zum Einsatz. Dieses Verfahren funktioniert sowohl auf Baustellen, wie auch im Werk oder in der heimischen Garage. Eine gewichtige Rolle hat er im Bereich Installation, Heizung und Rohrleitungsbau inne. Das alles entscheidende Element des Autogenschweißgerätes ist das Ethin-Sauerstoffgemisch, dass die Schweißflamme speist. Die beiden Gase werden mithilfe zweier Schläuche zum Gerät geleitet und entzünden sich. Dabei werden Temperaturen von über 3200 Grad erreicht. Der Schweißer hält in den Lichtbogen einen per Hand geführten Draht, der gemeinsam mit der Autokarosserie oder dem Abflussrohr die Schweißnaht bildet.

Schweißgerät
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Will man die Nähte für den Rost unantastbar machen, kommt ein MAG- oder MIG-Schweißgerät zum Einsatz.

Mit Strom und Widerstand

Funktioniert der Schweißbrenner noch mit Gasflaschenbetrieb, hat sich ein anderes Schweißgerät die Vorzüge der Elektroden zunutze gemacht. Das Lichtbogenschweißgerät ist das robusteste und vielseitigste aller Schweißgeräte. Ihm können Wind und Wetter auf einer Baustelle nichts anhaben. Sollten sich Regentropfen in der Schweißrille gesammelt haben, hat dies keinen Einfluss auf das erzielte Ergebnis oder die Qualität der Schweißnaht. Daher kann es auch für Arbeiten unter Wasser verwendet werden. Gerade im Schiffsbau oder bei der Bergung eines Ozeandampfers kommt das Lichtbogenschweißgerät zum Einsatz. Doch auch wenig spektakuläre Arbeitsschritte der Rohr- und Stahlbauindustrie funktionieren mit ihm. Seit 1891 ist es der Schweißfavorit für den Montagebereich.

Will man die Nähte für den Rost unantastbar machen, kommt ein MAG- oder MIG-Schweißgerät zum Einsatz. Beim Metall-Aktivgas-Verfahren ist das Schutzgas in den Herstellungsprozess direkt involviert. Anders im Falle des Metall-Inertgas-Verfahren. Das dabei verwendete Gasgemisch ist einzig dafür da, eine Oxidation zu verhindern. Ein Widerstandsschweißgerät wird immer dann benötigt, wenn zwei Werkstücke miteinander verbunden werden sollen. Dabei lässt man hohen Strom durch die beiden Metallplatten fließen. Wo sie sich berühren, herrscht der größte elektrische Widerstand und das Metall schmilzt. Das sogenannte Punktschweißen läuft auch nach diesem Prinzip ab, ebenso wie das Rollennahtschweißen, das man von Blechdosen her kennt.

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