Lötgerät

Praktische Weichlötgeräte für Heimwerker

In der Industrie wird mittlerweile mit großen Lötmaschinen mit dem modernen Wellen- oder Schwall-Lötverfahren gearbeitet, für kleine Heimwerkarbeiten bietet sich ein Hand-Lötgerät an. Der Kauf richtet sich dabei nach dem Verwendungszweck, dem Leistungsanspruch und weiteren Faktoren wie Anheizzeit, maximale Temperatur oder die Möglichkeit einer austauschbaren Spitze. Mit einem Lötgerät lassen sich vor allem metallische Flächen verbinden. Dabei wird eine Fläche mit einem Lötkolben angeheizt, welche dann durch Hinzugabe von Lötzinn benetzt. Die zu verbindenden Elemente werden somit, im Gegensatz zum Schweißgerät, mit einem Klebeverfahren verbunden.

Es sind zwei Typen von Lötgeräten erhältlich, die für das Weichlöten geeignet sind.

Elektrolötgeräte

Baumarkt

Elektronisch betriebene Lötgeräte erreichen eine geringere maximale Temperatur als Gasbetriebene, sind jedoch sicherlich die moderneren Geräte und leichter zu bedienen. Die Lötspitze sollte immer aus Kupfer sein um einen guten Wärmeleiter zu bieten. Bei diesen Elektrowerkzeugen ist es meist möglich, die Lötspitze auszutauschen. Die Reinigung der Spitze sollte nicht mit chemischen Mittel erfolgen und auch nicht mechanisch bearbeitet werden. Am günstigsten und schonendsten ist die Reinigung mit einem feuchten Schwamm. Dies geschieht am besten noch während des Lötvorgangs um ein vernarben der Spitze durch Rückstände des Lötmaterials zu vermeiden. Das elektronische Lötgerät eignet sich für kleinere und mittlere Arbeiten, besonders aber im Laborbetrieb, wo es auf Feinheit ankommt.

Lötgerät
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Die Spitzen der meisten Lötgeräte sind austauschbar, es gibt sie auch in unterschiedlichen Formen.

Eine Unterform des elektronischen Lötgeräts ist die Lötpistole, die im Vergleich eine sehr kurze Anheizzeit hat. Aufgrund seiner typischen Pistolenform ist sie jedoch weniger handlich und für Feinarbeiten ungeeignet.

Gaslötkolben

Wer nur etwas gröbere Arbeiten ausführen möchte ist mit einem gasbetriebenen Lötkolben gut bedient. Von Vorteil ist die kabellose Handhabung und somit auch die Möglichkeit, das Gerät allerorts anzuwenden. Das Lötgerät kann mit gewöhnlichem Feuerzeugbenzin gefüllt werden und kann je nach Gerät eine Temperatur von über 1000 Grad erreichen. Für Feinarbeiten ist der Gaslötkolben eher ungeeignet, da bei unvorsichtiger Handhabung leicht Schmorrückstände an Engstellen zurückbleiben können. Vorsicht ist an seitlichen Heißluftöffnungen geboten, hier können Verbrennungen entstehen.

Die Spitzen der meisten Lötgeräte sind austauschbar, es gibt sie auch in unterschiedlichen Formen, wie z.B. rund, flach oder kegelförmig und sind so optimal für alle zu bearbeitenden Flächen geeignet.

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