Akkuschrauber

Akkuschrauber: klein, handlich und leistungsstark

Geht es um das Ein- und Ausdrehen von Schrauben, greift wohl fast jeder Heimwerker zum Akkuschrauber. Unter diesen akkubetriebenen Schraubern können auch einige Bohren, jedoch gelten die schon als Akkubohrer. Die reinen Akkuschrauber lassen sich in Minischrauber und Stabschrauber unterteilen. Wobei den Minischraubern auch der Knickschrauber untergeordnet ist.

Eigenschaften, die den Kauf beeinflussen sollten

Baumarkt

Oftmals ist die Spannungsangabe das wichtigste Verkaufargument der Baumärkte. Jedoch sollte man sich davon nicht beeindrucken lassen. Denn sie sagt nur bedingt etwas über die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Gerätes aus. Im Grunde genommen kann davon ausgegangen werden, dass ein Gerät mit hoher Spannungsangabe wahrscheinlich schwerer und größer ist. Auch die Kapazität alleine, sagt keineswegs etwas über die Kraft des Akkuschraubers aus. Es lässt sich nur die Laufzeit des Akkus abschätzen. Erst wenn Spannungsangabe und Kapazitätswert miteinander multipliziert werden, erhält man einen Aufschluss über die Ergiebigkeit des Akkus. So kommt es mitunter vor, dass ein Gerät mit 9,6 Volt Motor im Ergebnis optimaler ist, als eine Maschine mit 14,4 Volt.

Akkuschrauber
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Anhand von Leerlaufdrehzahl, Drehmoment und Akku lässt sich die Leistung ablesen.

Drehmoment, Leistung und Akku

Hin und wieder finden sich Angaben über das Drehmoment eines Gerätes, oftmals angegeben in Newtonmeter. Da die Hersteller unterschiedliche Verfahren zur Messung durchführen und diese nicht verraten, ist diese Angabe nicht unbedingt für den Kauf eines Akkuschraubers ausschlaggebend. Zu unterscheiden ist hierbei der weiche Schraubenfall, der etwas über das Eindrehen der Schraube in Holz aussagt und der harte Schraubenfall. Dabei wird mit hoher Geschwindigkeit eine Metallgewindeschraube in Metall gedreht.

Anhand von Leerlaufdrehzahl, Drehmoment und Akku lässt sich die Leistung ablesen. Gängige Akkuschrauber sind mit 180 bis 230 Umdrehungen pro Minute und mit einem Drehmoment von drei bis fünf Newtonmeter ausgestattet. Zudem verfügen manche Modelle über ein Zweiganggetriebe. Diese Eigenschaft ist nicht zwingend notwendig, allerdings wird die Motorkraft mit einem Zweiganggetriebe optimal übertragen. Zudem kann die Drehzahl reguliert werden.

Ein weiteres Kriterium bei der Entscheidung ist das Akku. Standardmäßig sollten im Lieferumfang zwei Akkus enthalten sein. Die meisten Akkuschrauber sind mit einem Nickel Cadmium Akku ausgestattet. Mittlerweile setzen viele Hersteller auf Nickel Metallhydrid Akkus, die hingegen nur bedingt besser sind. Die geringe Lebensdauer, die hohe Selbstentladungsrate und die lange Ladezeit stehen hier der höheren Kapazität gegenüber.

Fazit

Um sich für den richtigen Akkuschrauber zu entscheiden, sollte vorher überlegt werden, wie oft das Gerät zum Einsatz kommt. An gelegentliche Schraubarbeiten werden andere Preis- und Qualitätsansprüche gestellt, als an Geräte für den täglichen Bedarf. Wer neben dem Schrauben auch Bohren möchte, sollte gleich zum kraftvolleren Bohrschrauber oder einem kompakten Multifunktionsgerät greifen.

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